Erfahrungsberichte unserer Gasteltern aus dem Sommeraufenthalt 2007

Selbstbewusste Kinder aus dem Dorf Medno – lernfähig , wissbegierig und lebensfroh

Durch Schülkes sind wir auf die Tschernobylkinderhilfe aufmerksam geworden.Unserer Einladung folgend, zwei Kinder für drei Wochen aufzunehmen,sind uns dann zwei Mädchen,Sweta und Christina aus Medno bei Brest ,zugeteilt worden.

Sie haben am Tag der Ankunft ganz offensichtlich erfreut reagiert ,als sie erfuhren,dass wir ihre Gasteltern waren,auch für uns ein gutes Gefühl.Sie waren mit ihren neun Jahren schon sehr selbstbewusst und haben sicher feststellen müssen,das es auch in unserem alltäglichen Miteinander Regeln gibt,die man einhalten sollte.Nach der „Eingewöhnphase“ und anfänglichen Heimweh haben sie sich richtig Zuhause gefühlt und wären zum Schluss gerne hier geblieben.

Die drei Wochen waren ganz ausgefüllt mit Schule,den organisierten Unternehmungen und bei schönem Wetter natürlich den besuchen im Schwimmbad.Mehr Programm ist unserer Ansicht nicht erforderlich.

Die Schwimmbadbesuche  waren für unsere Kinder ohnehin das Schönste.Die große Rutsche haben sie ausreichend genutzt.

Die Kinder sind doch hier ,um sich zu erholen.Das heißt für uns:Essen,Spielen und viel frische Luft.Die jüngeren, wie  unsere Mädels mit 9 Jahren ,waren zum ersten mal in Deutschland,so weit weg von Zuhause.Da genügt die neue Umgebung erst einmal,um die ganzen Eindrücke zu verarbeiten.

Essen war für die Kinder das wichtigste.Christina wog mit neun Jahren nur 23 Kg.Wir haben uns über jedes Gramm der Zunahme gefreut.Sprachprobleme haben wir mit Gestik überbrückt.Schon nach wenigen Tagen entlockten wir den Mädchen ungeahnte Deutschkenntnisse.Wir haben uns gut verständigen können.Die Kinder waren sehr lernfähig und wissbegierig.

Wir haben viel Freude an den Mädchen gehabt,und sie haben sich hier wohlgefühlt,so dass es für alle eine gut Erfahrung gewesen ist.Wir sind gerne bereit,diese oder auch andere Kinder im nächsten Jahr aufzunehmen.Das Strahlen in diesen Kinderaugen sollte auch eine Ermutigung für andere „Ungeübte“ sein,vielleicht im nächsten Jahr ein Tschernobylkind einzuladen.

Herzliche Grüße   Brigitte und Wolfgang Großklags