Erfahrungsberichte unserer Gasteltern aus dem Sommeraufenthalt 2005

Tschernobylhilfe 2005

Für uns war es das erste Mal.

Die Familie hat sich gemeinschaftlich entschieden.Wir wollen es einmal ausprobieren.Ein fremdes ,sehr junges Kind mit keinerlei Deutsch oder Englischkenntnissen,aus Verhältnissen,die uns unbekannt waren,wurde uns zugewiesen.

Es war ein Abenteuer in jeder Hinsicht!

Im Vorfeld waren viele Ängste,Bedenken,aber auch Vorfreude und dass Gefühl „Hilfe ,die ankommt“,wo sie gebraucht wird,wechselten sich ab.

Ist es dann so weit, muß man mit allem was kommt fertig werden.Viele Bedenken haben sich schnell relativiert,viele Ängste waren unbegründet.

Aber die Hilfe und sein ganzer Einsatz ist ein Balanceakt mit den Gefühlen und den eigenen Kindern.Da ist dann plötzlich Eifersucht,Neid und Mißgunst!Die Gefühle waren nicht bedacht worden.Hatten die Kinder im Vorfeld doch nicht verstanden,was es heißt sein eigenes Zimmer für 3 Wochen zu teilen,sich nicht zurückziehen zu können,wenn der Gast die ungeteilte Aufmerksamkeit möchte.

Plötzlich ist man Vermittler zwischen zwei verschiedenen Welten,wobei eine Seite dich vielleicht emotionsmäßig versteht,aber die andere nicht verstehen will,weil es seine Rechte kompromislos beibehalten will.

Man wird als Person,aber auch als Familie auf eine harte Probe gestellt,weil jeder ein anderes Ziel verfolgt hat,als die Entscheidung gefallen war ein Kind aufzunehmen.

Eigendlich war das das größte Problem in den 3 Wochen. Aber trotz alledem , war es eine tolle,aufregende  und lehrreiche Zeit.Wir haben viel gelacht,gespielt und unternommen.

Ob wir 2006 unser Kind wieder einladen,entscheiden wir wieder gemeinschaftlich,nur mit dem Unterschied,daß die Kinder wissen ,welche Erwartungen und Forderungen und Einschränkungen auf sie zu kommen

Mit freundlichen Grüßen   Steffi Elff - Meier